Eine bemerkenswerte Auszeichnung für das deutsche Kino: Regisseurin Mascha Schilinski wurde beim Filmfestival in Cannes für ihr Werk „In die Sonne schauen“ geehrt. Die Produktion spielt auf einem Hof in der ostdeutschen Altmark. Sie erzählt die Geschichte von vier Frauen verschiedener Generationen. Die Auszeichnung wurde am Samstag bei der Abschlussgala von Schauspielerin Da’Vine Joy Randolph überreicht. Schilinski teilt sich den Preis mit dem Spanier Oliver Laxe, der für sein Roadmovie „Sirat“ prämiert wurde.
Nach mehr als sieben Jahrzehnten stellt die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden ihren Betrieb ein. Die Institution, die seit 1951 Filme mit den Prädikaten „wertvoll“ oder „besonders wertvoll“ bewertete, wird Ende 2025 abgeschafft. Die Gründe liegen sowohl im finanziellen Bereich als auch in der veränderten Medienlandschaft. Rund 26.000 Filme wurden geprüft, über 8.000 davon ausgezeichnet. Doch das Modell gilt als überholt. Heute prägen Online-Bewertungen und soziale Medien das Konsumverhalten der Kinobesucher.
Eine neue Ausstellung im Kunstverein Ost zeigt Arbeiten der polnischen Künstlerin Aneta Grzeszykowska, die sich mit dem menschlichen Körper, Erinnerung und Selbstwahrnehmung auseinandersetzen. Besucher begegnen lebensgroßen Puppen, leeren Fotoflächen und ungewöhnlichen Materialien. Die Schau trägt den Titel „Einstellungen zur Privatsphäre“ und wurde von Nathalie Hoyos und Rainald Schumacher kuratiert.
Weiterlesen: Aneta Grzeszykowska stellt Fragen nach Identität und Körper
Die Stadt Neuruppin und das Land Brandenburg würdigen 2025 die Schriftstellerin Lisa Kränzler mit dem Fontane-Literaturpreis. Die in Dresden lebende Autorin wird für ihr Werk „Mariens Käfer“ ausgezeichnet. Es handelt sich um ein Kunstmärchen, das klassische und gegenwärtige Elemente miteinander verwebt. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und wird als zweijähriges Stipendium vergeben.
Weiterlesen: Lisa Kränzler erhält renommierten Fontane-Preis für modernes Kunstmärchen
Rund 1.100 Beschäftigte an fünf landeseigenen Berliner Bühnen blicken derzeit mit Sorge auf die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Eine Umstrukturierung steht im Raum. Betroffen sind das Deutsche Theater, die Volksbühne, das Maxim-Gorki-Theater, das Theater an der Parkaue und das Konzerthaus. Der Berliner Senat prüft laut einer internen E-Mail von Kulturstaatssekretärin Sarah Wedl-Wilson verschiedene Modelle zur Neuausrichtung.
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