Im Cottbuser Spreeauenpark herrscht an diesem Wochenende bunte Betriebsamkeit. Das Elbenwald-Festival zieht bereits zum vierten Mal zahlreiche Besucher an. Neben bekannten Serien, Filmen und Videospielen steht vor allem die Begegnung mit Gleichgesinnten im Mittelpunkt. Die Besucher tauchen drei Tage lang in selbst gewählte Charakterrollen ein, nehmen an Workshops teil, hören Konzerte und stöbern nach Fanartikeln.
Inhaltsverzeichnis:
- Alexander Lapeta und die Entstehung von Elbenwald
- Dirk Wiederhaupt über die Entwicklung der Szene
- Kostüme zwischen Handarbeit und Kreativität
- Internationale Besucher im Spreeauenpark
Alexander Lapeta und die Entstehung von Elbenwald
Alexander Lapeta gründete vor 25 Jahren gemeinsam mit zwei Kommilitonen das Unternehmen Elbenwald. Ursprünglich war es ein Studentenprojekt. Heute erzielt die Firma einen Jahresumsatz von 42 Millionen Euro. Die Festival-Idee entstand aus den Treffen verkleideter Fans bei Ladeneröffnungen. Dabei steht nicht die Musik im Vordergrund, sondern das gemeinsame Interesse an bestimmten Fanthemen wie Herr der Ringe oder Star Wars.
Dirk Wiederhaupt über die Entwicklung der Szene
Mitbegründer Dirk Wiederhaupt sieht in der wachsenden Fangemeinde eine klare Veränderung. Vor 25 Jahren galten Fantasy, Fanfiction und Cosplay als Nischen. Heute sind sie Teil der Popkultur. Im letzten Jahr besuchten rund 12.000 Menschen das Festival, dieses Jahr werden 15.000 erwartet. Für viele Teilnehmer bedeutet Fantasy eine Auszeit vom Alltag.
Kostüme zwischen Handarbeit und Kreativität
Die Kostüme sind oft aufwendig gefertigt. Hannah aus Zürich reiste zehn Stunden an. Sie verkleidete sich als Barad-dûr, inspiriert von J. R. R. Tolkien. Ihr Vater brachte sie auf die Idee. Das gesamte Kostüm fertigte sie selbst an.
Auch Lisa aus Dresden arbeitete drei Monate an ihrem Dornröschen-Kleid. Es besteht aus rosafarbenem Stoff, ist mit Perlen besetzt und verfügt über einen weiten Reifrock. Für beide ist das Festival ein Ort, an dem sie sich frei fühlen können.
Internationale Besucher im Spreeauenpark
Das Elbenwald-Festival zieht Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Die Teilnehmer genießen die besondere Atmosphäre und die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen. Bis Sonntag bleibt Zeit, um auf dem Gelände zu verweilen und das Programm zu erleben. Danach kehren die Besucher ohne Kostüme in den Alltag zurück.
- 4. Austragung des Festivals in Cottbus
- 42 Millionen Euro Jahresumsatz des Veranstalters
- 34 Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
- 330 Beschäftigte, davon 140 in Cottbus
- Erwartete Besucherzahl 2025: 15.000
Quelle: RBB24, YouTube/Niederlausitz Aktuell