TuneCore ist in dieser Auswahl die erste Empfehlung für unabhängige Künstler in Deutschland, die regelmäßig Musik mit planbaren Veröffentlichungsterminen herausbringen. DistroKid eignet sich besonders für häufige Releases und mehrere Musikprojekte. recordJet, CD Baby und RouteNote bieten interessante Alternativen für einzelne Veröffentlichungen, einen langfristigen Katalog oder den Einstieg ohne feste Vertriebsgebühren. Das Ranking bewertet fünf Musikvertriebe nach Kostenmodell, Veröffentlichungsspielraum, Erlösbeteiligung und Folgekosten. Im Mittelpunkt stehen selbst organisierte Künstler und Bands. Die Reihenfolge ist eine redaktionelle Einordnung dieser Kriterien, keine Rangliste nach Marktanteilen oder gemessener Servicequalität. Preisstand ist September 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Musikvertriebe im Vergleich nach Kosten und Einsatz
- 1. TuneCore für regelmäßige Veröffentlichungen
- 2. DistroKid für mehrere Musikprojekte
- 3. recordJet für flexible Einzelveröffentlichungen
- 4. CD Baby für einen Katalog ohne Jahresabo
- 5. RouteNote für den Einstieg ohne Festkosten
- Den Vertrieb nach dem eigenen Releaseplan auswählen
- Spotify, GEMA und Vertriebswechsel richtig einplanen
- FAQ
Musikvertriebe im Vergleich nach Kosten und Einsatz
Ein Musikvertrieb liefert Aufnahmen an Streamingdienste und Downloadshops und rechnet die daraus entstehenden Vertriebserlöse ab. Spotify verweist Künstler für die Veröffentlichung ihrer Musik auf Labels und Distributoren. Ein Spotify-for-Artists-Zugang allein ersetzt diesen Vertriebsweg nicht.
Für die Reihenfolge zählt zuerst, wie gut ein Angebot regelmäßige, selbst geplante Veröffentlichungen unterstützt. Danach folgen die laufenden Kosten, die Erlösbeteiligung und die Möglichkeit, mit einem kleinen oder ruhenden Katalog wirtschaftlich zu arbeiten. Zusätzliche Marketingangebote sind ergänzende Leistungen. Aus ihrer Verfügbarkeit lässt sich keine garantierte Reichweite ableiten.
Der Vertrieb übernimmt außerdem eine andere Aufgabe als eine Bookingagentur für unabhängige Künstler. Wer Songs veröffentlichen und Auftritte organisieren möchte, sollte dafür getrennte Leistungen und Budgets vorsehen.
Die Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede. Dollarpreise bleiben in der Originalwährung. Die recordJet-Preise verstehen sich ausdrücklich zuzüglich Umsatzsteuer; bei anderen Angeboten ist der für das eigene Rechnungskonto angezeigte Endpreis maßgeblich.
| Platz und Anbieter | Kostenmodell | Besondere Stärke | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|
| 1. TuneCore | Rising Artist ab 24,99 € jährlich | Unbegrenzte Veröffentlichungen mit eigenem Release-Termin | 20 % Gebühr für die aufgeführte Social-Media-Monetarisierung |
| 2. DistroKid | Musician 24,99 US-Dollar, Musician Plus 44,99 US-Dollar jährlich laut angezeigter Tarifseite | Unbegrenzte Uploads; Plus umfasst zwei Künstlerprojekte | Frei wählbarer Veröffentlichungstermin erst ab Plus; kostenpflichtige Extras |
| 3. recordJet | Basic einmalig je Release; Premium jährlich je Release, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer | Wahl zwischen Beteiligungsmodell und jährlicher Gebühr ohne Vertriebsbeteiligung | Bei Premium wächst die Jahresrechnung mit dem Katalog |
| 4. CD Baby | Single 9,99 US-Dollar, Album 14,99 US-Dollar einmalig | Keine jährliche Vertriebsgebühr | 9 % Beteiligung an Download- und Streamingerlösen |
| 5. RouteNote | Free ohne Vorab- und Jahresgebühr; Premium gegen Gebühren je Release | Einstieg ohne feste Vertriebskosten | Im Free-Modell bleiben 85 % der Streaming- und Downloaderlöse beim Künstler |
1. TuneCore für regelmäßige Veröffentlichungen
TuneCore liegt für das hier zugrunde gelegte Profil vorn, weil bereits Rising Artist unbegrenzte Veröffentlichungen mit einem selbst gewählten Termin verbindet. Die deutsche Preisseite nennt 24,99 Euro jährlich. Breakout Artist kostet 44,99 Euro, Professional 54,99 Euro im Jahr.
Das ist vor allem für Solokünstler interessant, die mehrere Singles über das Jahr verteilen. Eine weitere Veröffentlichung löst innerhalb des passenden Unlimited-Tarifs keine neue Grundgebühr pro Release aus. Einnahmenaufteilungen und Auswertungen gehören ebenfalls zum angebotenen Funktionsumfang.
Die höheren Tarife unterscheiden sich unter anderem durch zusätzliche Verwaltungsfunktionen und die ausgewiesene Support-Priorität. Für weitere Hauptkünstler im Professional-Tarif nennt die deutsche Preisliste zusätzliche 14,99 Euro pro Künstler und Jahr. Ein größerer Tarif ist deshalb nicht automatisch ein unbegrenzt erweiterbares Labelkonto.
Die provisionsfreie reguläre Musikdistribution darf bei TuneCore nicht mit sämtlichen Einnahmearten gleichgesetzt werden. Für die auf der Tarifseite genannte Monetarisierung über TikTok, Facebook, Instagram und YouTube fällt eine Gebühr von 20 Prozent an.
Die Grenze des Modells ist die wiederkehrende Zahlung. TuneCore beschreibt sowohl Unlimited als auch die alternativ angebotene Abrechnung pro Veröffentlichung als jährlich verlängerbare Modelle. Für einen dauerhaft unveränderten Katalog ist eine einmalige Vertriebsgebühr daher eine ernst zu nehmende Alternative.
2. DistroKid für mehrere Musikprojekte
DistroKid bietet unbegrenzte Song-Uploads im Jahresabonnement. Die betrachtete Tarifseite nennt 24,99 US-Dollar jährlich für Musician mit einem Künstlerprojekt und 44,99 US-Dollar für Musician Plus mit zwei Projekten. Regionale Preis- und Währungsanzeigen können abweichen.
Für einen geplanten Veröffentlichungskalender ist der Unterschied zwischen beiden Stufen entscheidend. Ein frei wählbares Veröffentlichungsdatum, ein eigener Labelname und tägliche Streamingstatistiken stehen laut Funktionsübersicht erst ab Musician Plus zur Verfügung. Das macht Plus zur relevanteren Vergleichsgröße für Künstler, die einen Release mit Werbung oder einem Konzert abstimmen.
DistroKid gibt die von den Shops zugeteilten regulären Streaming- und Verkaufserlöse ohne eigene prozentuale Vertriebsbeteiligung weiter. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Zusatzleistung kostenlos ist. Bankgebühren, gegebenenfalls Steuern und gebuchte Extras sind davon zu unterscheiden.
Für das Social Media Pack nennt der Anbieter beispielsweise 4,95 US-Dollar pro Single und Jahr oder 14,95 US-Dollar pro Album und Jahr, zusätzlich zu 20 Prozent der Werbeerlöse. Solche wiederkehrenden Einzelposten verändern die Rechnung bei einem großen Katalog deutlich.
Ohne Verlängerung des Abonnements werden Veröffentlichungen grundsätzlich entfernt, sofern für sie keine passende Leave-a-Legacy-Option gebucht wurde. Dieses Extra kostet laut Hilfecenter einmalig 29 US-Dollar pro Single oder 49 US-Dollar pro Album mit mindestens zwei Titeln. Es gilt jeweils für die einzelne Veröffentlichung.
DistroKid ist damit besonders attraktiv für aktive Musiker mit zwei Projekten und vielen Releases. Wer längere Pausen plant, sollte die Kosten für den späteren Katalogerhalt von Anfang an berücksichtigen.
3. recordJet für flexible Einzelveröffentlichungen
recordJet bietet innerhalb der Business Class zwei deutlich unterschiedliche Modelle. Basic kostet einmalig 19 Euro für eine Single, 29 Euro für eine EP und 39 Euro für ein Album. Künstler erhalten dabei 90 Prozent der Einnahmen. Alle genannten Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer.
Premium kostet jährlich 9 Euro pro Single, 19 Euro pro EP und 29 Euro pro Album. Dafür sieht das Modell 100 Prozent der Vertriebseinnahmen für den Künstler vor. Anders als bei einer Upload-Flatrate wird hier jede Veröffentlichung einzeln berechnet.
Die Wahlmöglichkeit ist für Künstler mit überschaubarem Katalog interessant. Basic vermeidet eine jährliche Grundgebühr pro Release, beteiligt den Vertrieb aber dauerhaft an den Einnahmen. Premium kann bei erfolgreichen Veröffentlichungen günstiger sein, verursacht jedoch auch in einem schwachen Jahr feste Kosten.
recordJet nennt außerdem nicht exklusive Verträge, die Kontrolle über Veröffentlichungstermine und die Auswahl der Partnerstores. ISRC und GTIN gehören laut FAQ zum Angebot. Eine kostenlose Chartsregistrierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz wird ebenfalls aufgeführt. Daraus entsteht selbstverständlich keine Zusage für eine Chartplatzierung.
Für ergänzende Leistungen wie Promotion, Beratung oder Tonträger gibt es zusätzliche Angebote. Wer parallel T-Shirts oder Vinyl verkaufen möchte, sollte diese Ausgaben getrennt vom digitalen Vertrieb kalkulieren.
4. CD Baby für einen Katalog ohne Jahresabo
CD Baby passt besonders zu Künstlern, die einzelne Singles oder Alben veröffentlichen und anschließend keine jährliche Vertriebsrechnung einplanen möchten. Eine Single kostet 9,99 US-Dollar, ein Album 14,99 US-Dollar. Für die reguläre Veröffentlichung fällt diese Gebühr einmalig an.
Im Gegenzug behält CD Baby neun Prozent der Download- und Streamingerlöse. Wer selten veröffentlicht und geringe Erlöse erzielt, kann damit feste Folgekosten vermeiden. Bei einem dauerhaft erfolgreichen Katalog wächst dagegen die absolute Höhe der Beteiligung.
Entscheidend ist die Unterscheidung nach Einnahmeart. Für Social-Video-Monetarisierung über YouTube, TikTok und Meta nennt das Hilfecenter eine Beteiligung von 30 Prozent. Die häufig hervorgehobenen neun Prozent gelten somit nicht pauschal für alle Leistungen.
ISRC und UPC sind im Angebot enthalten. Zusätzliche Leistungen wie CD Baby Boost werden separat angeboten und sollten nur dann gebucht werden, wenn ihr konkreter Nutzen zum eigenen Projekt passt.
CD Baby steht hier hinter den stärker auf fortlaufende Veröffentlichungen ausgerichteten Angeboten. Für eine Band mit einem abgeschlossenen Album und längerer Veröffentlichungspause kann sich diese Reihenfolge umkehren. Entscheidend ist dann der Verzicht auf jährliche Vertriebsgebühren, nicht die Zahl möglicher Uploads.
GRUNDPREIS + ZUSATZLEISTUNGEN Entscheidend ist, welche Leistungen du tatsächlich nutzt. Die folgenden Posten betreffen unterschiedliche Angebote und dürfen nicht pauschal zusammengerechnet werden. Vor dem Bezahlen: Prüfe für jedes Extra, ob die Gebühr einmalig, jährlich oder als Umsatzbeteiligung anfällt. Preisstand des Artikels: September 2026. Euro- und Dollarbeträge sind nicht umgerechnet.Diese Kosten stehen nicht im Einstiegspreis
Anbieter und Leistung
Kosten laut Artikel
Wann relevant?
TuneCore – weiterer Hauptkünstler
14,99 € jährlich je zusätzlichem Hauptkünstler im Professional-Tarif
Wenn weitere eigenständige Künstlerprojekte hinzukommen.
DistroKid – Social Media Pack
4,95 US-Dollar je Single oder 14,95 US-Dollar je Album jährlich, zusätzlich 20 % der Werbeerlöse
Wenn das zusätzliche Paket zur Erkennung und Monetarisierung von Musik in Videos gebucht wird.
DistroKid – Leave a Legacy
Einmalig 29 US-Dollar je Single oder 49 US-Dollar je Album mit mindestens zwei Titeln
Wenn die jeweilige Veröffentlichung auch nach Kündigung des Abonnements verfügbar bleiben soll.
CD Baby – Social-Video-Monetarisierung
30 % Beteiligung an diesen Einnahmen
Bei entsprechenden Videoerlösen über YouTube, TikTok und Meta; hierfür gilt nicht die reguläre Beteiligung von 9 %.
5. RouteNote für den Einstieg ohne Festkosten
RouteNote Free ermöglicht Veröffentlichungen ohne Vorab- oder jährliche Vertriebsgebühr. Künstler behalten 85 Prozent der Streaming- und Downloaderlöse. Für ein Debüt mit unsicheren Einnahmen ist das ein nachvollziehbarer Einstieg, weil zunächst kein festes Vertriebsbudget benötigt wird.
Premium ersetzt die Beteiligung an diesen Erlösen durch Gebühren. Für das erste Jahr nennt RouteNote 10 US-Dollar für eine Single, 20 US-Dollar für eine EP, 30 US-Dollar für ein Album und 45 US-Dollar für ein erweitertes Album. Anschließend fallen 9,99 US-Dollar jährlich je Veröffentlichung an.
Free und Premium beliefern laut Anbieter dieselben Stores und bieten dieselben grundlegenden Funktionen. Geeignete Veröffentlichungen können später zwischen beiden Modellen wechseln. Ein höherer Umsatz kann deshalb Anlass sein, die zunächst passende Gratisvariante neu zu bewerten.
RouteNote Premium bedeutet laut Anbieter keine schnellere Moderation als RouteNote Free. Wer für einen festen Termin veröffentlicht, sollte den Bezahlstatus daher nicht mit einer bevorzugten Freigabe verwechseln.
Für den hier priorisierten regelmäßigen Releasebetrieb steht RouteNote wegen der Beteiligung im Free-Modell beziehungsweise der Einzelgebühren bei Premium auf Platz fünf. Für Künstler ohne Startbudget ist Free innerhalb dieser Auswahl dagegen die naheliegendste Option.
Den Vertrieb nach dem eigenen Releaseplan auswählen
Ein niedriger Einstiegspreis sagt wenig über die Kosten nach mehreren Jahren aus. Relevant sind die Zahl der Veröffentlichungen, die Zahl der Künstlerprojekte, die erwarteten Erlöse und die Zeit, in der alte Aufnahmen verfügbar bleiben sollen.
Für die Auswahl helfen konkrete Fragen mehr als ein weiterer Blick auf die Rangfolge. Die folgenden Prüfpunkte verbinden typische Situationen mit den jeweils entscheidenden Vertragsmerkmalen.
| Eigene Situation | Entscheidendes Kriterium | Vor der Buchung prüfen |
|---|---|---|
| Mehrere Singles mit festem Jahresplan | Unbegrenzte Veröffentlichungen und Terminsteuerung | Ist der frei wählbare Termin bereits im gewählten Tarif enthalten? |
| Ein Album, danach längere Pause | Kosten für die dauerhafte Verfügbarkeit | Bleibt eine Jahresgebühr bestehen oder genügt eine einmalige Zahlung mit Beteiligung? |
| Debüt ohne Vertriebsbudget | Veröffentlichung ohne feste Anfangskosten | Welche Erlösbeteiligung fällt an und ist später ein Modellwechsel möglich? |
| Band und zusätzliches Soloprojekt | Anzahl der enthaltenen Künstlerprofile | Ist das zweite Hauptprojekt enthalten oder separat kostenpflichtig? |
| Schwerpunkt auf fremden Videos mit eigener Musik | Bedingungen der Social-Video-Monetarisierung | Gelten zusätzliche Jahresgebühren, Beteiligungen und Teilnahmevoraussetzungen? |
Für einen Kostenvergleich sollten feste Gebühren und prozentuale Beteiligungen getrennt erfasst werden. Bei einer Jahrespauschale bleibt die Grundgebühr innerhalb des Tarifumfangs gleich. Bei einer Gebühr pro Veröffentlichung wächst sie mit dem Katalog. Bei einer Umsatzbeteiligung steigt die Belastung mit den anrechenbaren Erlösen.
Die Verteilung an eine Social-Media-Plattform ist zudem nicht automatisch dieselbe Leistung wie die Erkennung und Monetarisierung fremder Videos. Wer seine Musik über kurze Clips verbreiten möchte, sollte neben der Vertriebsoption auch die eigene Strategie für Instagram oder TikTok planen.
Für die persönliche Rechnung empfiehlt sich ein Zeitraum, der auch eine mögliche Veröffentlichungspause umfasst. So wird sichtbar, ob ein zunächst günstiges Abonnement, einzelne Jahresgebühren oder eine fortlaufende Beteiligung besser zum eigenen Katalog passen.
Trage die Einnahmen vor Abzug der Vertriebsprovision sowie alle festen Vertriebsgebühren für denselben Zeitraum ein. Trage deine Werte ein und berechne den verbleibenden Betrag. Vereinfachte Rechnung für eine Einnahmeart. Streaming und Social-Video-Monetarisierung bei unterschiedlichen Provisionssätzen getrennt berechnen. Steuern, Wechselkurse und nicht eingetragene Zusatzkosten sind nicht berücksichtigt. Das Ergebnis ist keine Auszahlungszusage.Wie viel bleibt nach den Vertriebskosten?
Spotify, GEMA und Vertriebswechsel richtig einplanen
Ein Veröffentlichungstermin braucht Vorlauf
Ein frei wählbares Datum ist nur dann hilfreich, wenn die Musik rechtzeitig verarbeitet und ausgeliefert wird. Spotify ermöglicht das Einreichen unveröffentlichter Songs bei seiner Playlistredaktion über Spotify for Artists. Ein Pitch garantiert keine Aufnahme in eine redaktionelle Playlist.
Spotify nennt mindestens sieben Tage vor Veröffentlichung für die rechtzeitige Einreichung und die Aufnahme des gepitchten Songs in die Release-Radar-Playlists der Follower. Diese Frist ist kein Versprechen, dass ein Distributor einen Upload innerhalb von sieben Tagen fertig bearbeitet. Die Zeit für Prüfung, mögliche Korrekturen und Auslieferung muss davor liegen.
Vertriebserlöse und GEMA-Tantiemen getrennt betrachten
Der Vertrieb der Aufnahme und die Vergütung für das zugrunde liegende musikalische Werk sind unterschiedliche Bereiche. Die GEMA beschreibt eigene Ausschüttungen für die Nutzung von Werken bei Streaming- und Downloadangeboten.
Für GEMA-Mitglieder empfiehlt die Organisation, Werke spätestens mit der Veröffentlichung anzumelden. Dabei sollen auch die Interpreten und der ISRC angegeben werden. Diesen Aufnahme-Code stellt unter anderem der Musikvertrieb bereit. Ein erfolgreicher Upload ersetzt die korrekte Werkanmeldung nicht.
Bei einem Wechsel die Daten erhalten
Spotify beschreibt das sogenannte Track-Linking als Möglichkeit, bei einer erneuten Auslieferung die bisherigen Abspielzahlen zu erhalten. Voraussetzung sind übereinstimmende Audiodateien und Metadaten, einschließlich Länge, Titel und Künstlername.
Vor einem Wechsel sollten deshalb Audiodateien, Cover, Kennnummern und Veröffentlichungsdaten vollständig vorliegen. Der neue Vertrieb sollte bestätigen, wie der Katalog übernommen wird. Nach der Auslieferung lässt sich in der Spotify-Desktopansicht prüfen, ob die Abspielzahlen übereinstimmen. Eine vorschnelle Löschung der bisherigen Version erschwert die geordnete Kontrolle.
Für regelmäßige Solo-Releases bleibt TuneCore in dieser Auswahl der erste Ausgangspunkt. DistroKid Plus lohnt den direkten Vergleich bei zwei Projekten. Für wenige Veröffentlichungen sind recordJet und CD Baby besonders relevant; RouteNote Free senkt die finanzielle Einstiegshürde. Die endgültige Wahl sollte auf einem konkreten Releaseplan und den gewünschten Zusatzleistungen beruhen.
Hake die Vorbereitungsschritte ab. Die bisherige Veröffentlichung nicht vorschnell löschen. Wichtig: Übereinstimmende Dateien und Metadaten sind eine Voraussetzung für das Track-Linking. Abgehakte Schritte garantieren keine erfolgreiche Verknüpfung. Die Markierungen dienen der Kontrolle während des Lesens und werden nicht dauerhaft gespeichert.Bereit für den Vertriebswechsel?
1. Dateien sichern
2. Angaben abgleichen
3. Übernahme abstimmen
4. Nach der Auslieferung prüfen
FAQ
Kann ich Musik direkt über Spotify for Artists hochladen?
Für reguläre Musikveröffentlichungen verweist Spotify auf Labels und Distributoren. Spotify for Artists dient unter anderem der Profilverwaltung, Auswertung und Einreichung unveröffentlichter Songs für Playlists.
Bedeutet 100 Prozent der Einnahmen, dass keine Kosten entstehen?
Nein. Die Aussage kann sich auf die Weitergabe bestimmter Vertriebserlöse beziehen. Abonnementgebühren, Zusatzleistungen, Zahlungsgebühren und abweichende Beteiligungen bei anderen Einnahmearten sind separat zu prüfen.
Sind ein Bandprojekt und ein Soloprojekt ein einziger Künstler?
Für die Tarifwahl sollte mit getrennten Künstlerprojekten gerechnet werden. DistroKid Plus enthält zwei Künstlerprojekte. TuneCore führt zusätzliche Hauptkünstler im Professional-Tarif als kostenpflichtige Erweiterung auf.
Brauche ich für jede Veröffentlichung einen selbst gekauften ISRC?
Nicht grundsätzlich. recordJet, CD Baby und RouteNote nennen die Bereitstellung von ISRCs als Bestandteil ihres Angebots. Bei einer bereits veröffentlichten Aufnahme sollte die bestehende Kennnummer für den Vertriebswechsel verfügbar sein.
Kann ein kostenpflichtiger Tarif einen Spotify-Playlistplatz garantieren?
Nein. Spotify erklärt ausdrücklich, dass ein Pitch keine redaktionelle Playlistplatzierung garantiert. Eine Vertriebsgebühr ist keine Zahlung für die Aufnahme in eine offizielle Playlist.
Quelle: TuneCore, deutsche Preisübersicht und Hilfecenter; DistroKid, Tarifübersicht und Hilfecenter zu Funktionen, Album Extras und Abonnementverlängerung; recordJet, Pricing und FAQ; CD Baby, Pricing und Help Center; RouteNote, Free-vs-Premium-Übersicht; Spotify for Artists, Informationen zu Veröffentlichung, Playlist-Pitching und erneutem Upload; GEMA, Verteilung Music on Demand.